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Staatssekretärin Silke Krebs zu Besuch

Gruppenbild aller Beteiligt aus Wissenschaft und Industrie sowie der WIN.DN Düren beim Besuch der Wirtschaftsstaatssekretärin Silke Krebs bei der Modellfabrik Papier.
MFP News
23. Juni 2023

Düren. Über Chancen einer nachhaltigen, energieschonenden Papierherstellung tauschte sich im CO_SPACE Düren der Wirtschaftsförderung Düren (WIN.DN) Wirtschaftsstaatssekretärin Silke Krebs mit Partnern der Modellfabrik Papier und dem FaserInnovationsZentrum Zerkall aus. Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaftsförderung Düren WIN.DN und des Verbands der Papierindustrie nutzten die Gelegenheit, der Staatssekretärin die Herausforderungen zu schildern, vor denen diese Schlüsselindustrie durch die Energiekrise und den Strukturwandel speziell am Standort Düren steht. Die beiden Projekte stellten die aktuellen Entwicklungen vor und ihre Pläne, wie sie im Strukturwandel im Rheinischen Revier aktiv werden wollen.

Die Modellfabrik Papier, gegründet als ein Konsortium aus Papierindustrie, Forschungseinrichtungen sowie der Wirtschaftsförderung, ist in ihrer Art einzigartig in Europa. Mit der Gründung der Modellfabrik Papier investiert die Papierindustrie in eine nachhaltige energieschonende Papierherstellung. Im engen Schulterschluss mit der WIN.DN und tatkräftig unterstützt von renommierten Forschungseinrichtungen wird mit der Modellfabrik Papier ein gemeinsames Ziel verfolgt: den Energiebedarf pro Tonne Papier um 80% bis 2045 zu reduzieren.

„Mit dem Bau der Modellfabrik Papier in Düren sind wir örtlich in den Strukturwandel gut eingebettet und fühlen uns genau richtig hier. Unsere 24 Gesellschafter und die Mitglieder unseres wissenschaftlichen Beirats kommen mittlerweile aus ganz Deutschland. Ich sehe die Modellfabrik Papier auch auf europäischer Ebene als Vorzeigeprojekt. Die Notwendigkeit, die Papierindustrie in eine nachhaltige Zukunft zu begleiten, wirkt sich nicht nur regional, sondern letztendlich weltweit positiv aufs Klima aus.“ so Peter Bekaert, Geschäftsführer der Modellfabrik Papier.

Bereits im Januar haben WIN.DN und die Modellfabrik Papier die ersten Förderbescheide aus der Förderrichtlinie „STARK“ des Bundes von NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur überreicht bekommen, um den weiteren Netzwerkaufbau und den Neubau eines Forschungsgebäudes zu schaffen. Das Forschungsprojekt zur Erstellung eines digitalen Zwillings der Papierfertigung läuft seit April. Mit dem Umzug in einen Interimsstandort stehen der Modellfabrik Papier demnächst Labore zur Verfügung. Die Forschung kann dann dort sofort beginnen, bis die Modellfabrik Papier mit dem Umzug in den Neubau im Innovationsquartier Düren 2025 voll funktionsfähig sein wird.

Thomas Hissel, WIN.DN: „Das gemeinsame Ziel der Wirtschaftsförderung WIN.DN und der Modellfabrik Papier ist es, durch eine CO2-arme und nachhaltige Papierproduktion die Wettbewerbsfähigkeit der Dürener Leitindustrie im Strukturwandel zu erhalten und damit tausende Arbeitsplätze langfristig zu sichern.“

Das FaserInnovationsZentrum Zerkall (FIZZ) hat sich vor etwa 1.5 Jahren als Partnerschaft von Unternehmen der Verpackungs- und Papierbranche entwickelt. Beiden Sektoren gemeinsam ist der Bedarf an nachhaltig produzierten und kreislauffähigen Faserrohstoffen und -produkten.

Die Unternehmen wollen zukünftig nachhaltige Faserrohstoffe auch mit regionaler Verfügbarkeit und hoher Qualität nutzen, um den wachsenden Bedarf in den Märkten zu befriedigen.

Das Konzept des FIZZ haben mehrere Unternehmen gemeinsam mit Forschenden aus der Region und ganz Deutschland entwickelt. FIZZ integriert in einmaliger Art und Weise die Produktion und Erschließung von pflanzen- und reststoff-basierten Faserquellen, deren Aufarbeitung für neue Faserprodukte in diversen Branchen, wie der Papier- und Verpackungsindustrie, aber auch mittelfristig für weitere Branchen wie Bau oder Textilien nützlich ist.

Als Standort des FIZZ wird die Papierfabrik Zerkall in der Eifel ausgebaut – auch im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der Papierfabrik Zerkall nach der verheerenden Flut im Jahr 2021. Hier wird das FIZZ gemeinsam mit der neu entstehenden Produktion hochwertiger Papiere und Papierprodukte ein besonders praxisnahes Cluster bilden. Am Traditionsstandort Zerkall werden zudem regionale Wirtschaftsgeschichte, Kunst und Tourismus der Öffentlichkeit nahegebracht.

Im April 2023 hat sich der FIZZ eV als erster Schritt zur Umsetzung gegründet. Schon bald wird das FIZZ ein erstes gefördertes Projekt umsetzen. Bereits heute sind aus Eigenmitteln Transformationsprojekte entstanden. Erste Produktionsstätten auf Basis nachhaltiger Faserrohstoffe werden in den nächsten Monaten in Betrieb gehen. So hat das FIZZ schon heute Arbeitsplätzen und Wertschöpfung durch Transformation geschaffen.

Wirtschaftsstaatssekretärin Silke Krebs tauschte sich nun mit Partnern der Modellfabrik Papier und FIZZ über den aktuellen Stand der Vorhaben, die nun startenden Forschungsprojekte und den zukünftig geplanten Transfer in die Industrie aus: „Wir möchten gezielt gute Innovationsansätze zur Entwicklung von Alternativmaterialien in der Papierherstellung fördern. Innovative Verfahren leisten einen entscheidenden Beitrag für klimafreundliche Industrieprozesse und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer starken Papierunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg Nordrhein-Westfalens zum ersten klimaneutralen Industriestandort Europas.“

Personen auf dem Titelbild V.l.n.r.:
Hans-Wilhelm Hambloch (FIZZ), Petra Trosien (MWIKE), Bernhard Gross (WEPA), Elke Hohmann (ZRR), Prof. Dr. Ulrich Schurr (FZJ), Peter Bekaert (MFP), Winfried Kranz-Pitre (WIN.DN), Wirtschaftsstaatssekretärin Silke Krebs, Claudia Autenrieb (Niederauer Mühle), Thomas Hissel (Stadt Düren / WIN.DN), Dr. Marcel Prinz (WEPA), Martin Drews (Die Papierindustrie e.V.)

Fotos: ©WIN.DN

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