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Modellfabrik Papier wird Ankerprojekt für das Rheinische Revier

MFP News
8. April 2024

Modellfabrik Papier treibt den Strukturwandel in der Region mit voran

In knapp sechs Jahren ist Schluss. Dann sollen die Bagger im Rheinischen Revier stillgelegt werden. Doch die Region ist längst schon auf dem Weg, sich zukunftsorientiert umzugestalten. 19 Ankerprojekte sollen den Strukturwandel im Zuge des Ausstiegs aus der Braunkohleförderung sichtbar machen und vorantreiben – und die Modellfabrik Papier gehört dazu. Sie wurden vom Land Nordrhein-Westfalen und der Region aus knapp 180 Vorhaben ausgewählt, die in besonderer Weise die Transformation des Reviers konkret machen.

„Die Ankerprojekte wurden entlang der thematischen Schwerpunkte des Strukturwandels ausgewählt“, erklärt NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur beim Vororttermin. Sie sollen „übergreifend einen strukturellen Impuls geben, in Inhalt wie Gestaltung eine besondere Ambition besitzen und über das regionale Umfeld hinaus besondere Strahlkraft entwickeln“.

Schaufenster der Transformation

So vielfältig wie die Ansätze, so breit ist auch das Spektrum der ausgewählten Projekte. Zu den „Schaufenstern“ gehören neben der Modellfabrik Papier unter anderem auch der interkommunale Brainergy Park, der Wissenschaft, Unternehmen und Start Ups aus der Green Economy in Jülich ansiedelt, und die Modellregion Bioökonomie, unter deren Dach neue biobasierte und kreislauffähige Produkte für verschiedene Anwendungsbereiche entstehen.  Dazu gehört auch der Aufbau eines FaserInnovationsZentrums, das für die faserverarbeitenden Industrien alternative Faserrohstoffe aus nachhaltiger landwirtschaftlicher Produktion und aus biogenen Reststoffen entwickelt.

Papierherstellung für die Welt von morgen

Dass die Modellfabrik Papier ihren Standort in Düren im Rheinischen Revier gefunden hat, ist kein Zufall. Hier hat die Produktion von Papier, Pappe und Hygienepapieren eine lange Geschichte. Sie gehört neben dem Maschinenbau, der Textil- und Chemieindustrie zu den Industriezweigen mit dem höchsten Energieverbrauch. Steigende Kosten bringen die Unternehmen in Bedrängnis. Um die Standorte mit tausenden Arbeitsplätzen langfristig zu sichern und um auf dem globalen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, braucht es neue innovative Ansätze.

„Die Unternehmen tun viel, um ihre Energieverbräuche zu senken“, erklärt Peter Bekaert im Interview mit dem WDR Magazin westpol. „In der Modellfabrik Papier bringen wir Unternehmen, Wissenschaft und Forschung zusammen, um künftig eine klimaneutrale Papierherstellung zu ermöglichen.“ 80 Prozent der bisher benötigten Energie sollen eingespart und eingesetzte Ressourcen noch stärker im Kreislauf geführt werden.

Dafür bekommt die Modellfabrik Papier ein eigenes Forschungsgebäude. „Es wird der erste Baustein unseres neuen Innovationsquartiers am Dürener Bahnhof“, erklärt Thomas Hissel, Erster Beigeordneter der Stadt Düren und Hauptgeschäftsführer der WIN.DN GmbH, im WDR-Interview. Die Dürener Wirtschaftsförderung ist mit der Baugesellschaft IQ.DN Bauherrin des Neubaus.

Als Ankerprojekt ist die Modellfabrik Papier eines der Zugpferde des Strukturwandels im Rheinischen Revier. „Wir danken all unseren Partnern und den vielen treibenden Kräften, die sich mit viel Mut und aus Überzeugung für ein solch großes übergreifendes Industrieprojekt einsetzen“, sagt Peter Bekaert. Den Beitrag im WDR Magazin westpol gibt es hier.

Titelbild (c )ZRR, Entwürfe (c) HPPArchitekten/WIN.DN

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