Was wurde im letzten Forschungsjahr erreicht? Welche Meilensteine werden in den nächsten Monaten angestrebt? Sind die einzelnen Arbeitspakete auf Kurs?
Beim dritten Status-Treffen des Forschungsclusters Modellfabrik Papier (FOMOP) kamen die Verbundprojektbeteiligten aus Wissenschaft und Industrie zum Austausch zusammen, um genau diese Frage zu diskutieren. Im Fokus stand erneut die enge Vernetzung von Forschung und industrieller Praxis.
Vorgestellt wurde der aktuelle Stand in den vier Forschungsschwerpunkten – von der Maßschneiderung eingesetzter Rohstoffe für eine energieärmere Papierfertigung über alternative mechanische und thermische Konzepte bei der Papiertrocknung und der Papierproduktion unter Verzicht von Wasser als Trägermedium der Fasern bis zur energetischen Bewertung der neuen Technologien. Die Forschungsteams der MFP und der sieben Forschungspartner berichteten in pointierten Kurzvorträgen aus ihrer laufenden Forschungsarbeit. Welche Meilensteine wurden im letzten Jahr in den einzelnen Arbeitspaketen erreicht, mit welchen Ergebnissen und Erkenntnissen?
Feedback aus der Industrie
Die Jahrestreffen bieten den Forschungsteams Gelegenheit, ihre Arbeitsstände zu zeigen und konkrete Fragestellungen an Industriepartner und Gesellschafter-Vertreter zu richten. „Für unsere Gesellschafter sind diese Status-Treffen eine bewährte Plattform, um Relevanz, Anwendbarkeit und Transferpotenziale frühzeitig abzusichern“, erklärt MFP-Geschäftsführer Peter Bekaert. So werde sichergestellt, dass die parallellaufenden Forschungsarbeiten in den verschiedenen Arbeitspaketen in die richtige Richtung gehen. „Unsere Technologieentwicklungen müssen die Bedarfe der Industrie treffen“, so Bekaert. Der direkte Dialog zwischen Forschenden und Industrievertretern trägt dazu bei, Praxisfragen zu präzisieren und Forschung zu beschleunigen. Die Gesellschafter erhalten dabei tiefere Einblicke in den Forschungsfortschritt.
Kollaboratives Arbeiten
Ein bewährtes Mittel dafür ist der Austausch an den thematischen Round Tables: In kleinen Gruppen diskutieren Forschende und Industrievertreter spezifische Aufgabenstellungen aus den Arbeitspaketen eines Forschungsschwerpunkts. Gelegenheit, um Erfahrungen auszutauschen, Forschungslogiken zu erörtern und gemeinsam neue Perspektiven zu beleuchten. „Es ist dieser praxisnahe Austausch und die kollaborative Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams, die unsere Forschungsarbeit so stark macht“, betont Bekaert. So werden die Verknüpfungen zwischen den Arbeitspaketen überprüft und gestärkt – ein wichtiges Signal auch Richtung Fördermittelgeber.
Ausblick auf 2026
In diesem Forschungsjahr gehen die Arbeiten in die entscheidende Phase. In mehreren Arbeitspaketen gehen die Konzeptionierungen von Testständen und Pilotanlagen in die Finalisierung; erste Technologieträger werden aufgebaut. „Dafür haben wir – solange unser Neubau noch nicht bezugsfertig ist – einen zweiten Interimsstandort im Gewerbegebiet in Düren als Übergangslösung in Betrieb genommen“, berichtet Bekaert. So werde sichergestellt, dass die Forschung sowohl in den Laboren am Interimsstandort am Forschungszentrum Jülich als auch die Aufbauten ungestört weiterlaufen können. Unterdessen laufen auch schon die Planungen für die Fortführung des Verbundprojekts nach Ablauf der ersten Förderphase Mitte 2027 an.
Forschung trifft Industrie
Im Verbundprojekt „Forschungscluster Modellfabrik Papier“ werden verschiedene neue Ansätze entlang des Herstellungsprozesses erforscht, um den Primärenergiebedarf in der industriellen Papierfertigung substanziell zu senken. Aus der Grundlagenforschung heraus entstehen gänzlich neue Technologien und neue Ansätze zur Prozessoptimierung für die Erzeugung faserbasierter Papiere. Zu den sieben Forschungspartnern gehören das ITA an der RWTH Aachen, das Nowum-Energy Institut an der FH Aachen, die Institute MAP und PMV an der TU Darmstadt, die TU Dresden, das PTS Institut für Fasern und Papier sowie das IBG-2 am Forschungszentrum Jülich.
Kommen Sie gerne auf uns zu wenn Sie mehr über die Modellfabrik Papier, unsere Aufgaben und unsere Projekte erfahren möchten.
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